Testung und Diagnose

Das pädagogische Testverfahren und die dazugehörigen Analysen umfassen:

 

Die Diagnose, ob ein Kind legasthen oder dyskalkul ist, kann erst dann getroffen werden, wenn die Testung ergibt, dass folgende drei Ausprägungen vorhanden sind:

  1. Es besteht eine zeitweise Unaufmerksamkeit beim Schreiben, Lesen oder Rechnen, d.h. beim unmittelbaren Zusammentreffen mit Symbolen, also Buchstaben- und/oder Zahlen. Die Aufmerksamkeit kann nicht durchgehend gehalten werden. Andere Tätigkeiten können hingegen sehr ausdauernd durchgeführt werden.
  1. Es liegen differenzierte Sinneswahrnehmungen vor, die nicht ausreichend für das Erlernen des Schreibens, Lesens und Rechnens geschärft sind. Durch gengesteuerte Entwicklungsprozesse im Gehirn werden die Sinneswahrnehmungen beeinflusst. Legasthene Menschen brauchen längere Zeit, um sich mit Symbolen problemlos auseinander zu setzen. Die Wahrnehmungen, auch Teilleistungen und Funktionen genannt, betreffen die Bereiche Optik, Akustik und Raumwahrnehmung.
  1. Durch die differenzierten Sinneswahrnehmungen und der daraus folgenden Unaufmerksamkeit entstehen Wahrnehmungsfehler. Fehler beim Schreiben, Lesen und Rechnen, da die Gedanken und das gleichzeitige Handeln nicht im Einklang stehen. Meist sind beim Schreiben so genannte „leichte“ Wörter betroffen, die auch mit viel Übung nicht in das Langzeitgedächtnis befördert werden können, um sie beim nächsten Gebrauch automatisch verfügbar zu machen.

 

Das Testverfahren trifft grundsätzlich keine Aussagen über: